Storage as a Service
Storage as a Service (STaaS) stellt Unternehmen Speicher über einen externen Dienstleister bereit. Statt eigene Speichersysteme vollständig selbst zu betreiben, greifen Unternehmen auf gebuchte Kapazitäten des Anbieters zurück.
Was bedeutet Storage as a Service?
Storage as a Service bezeichnet ein Modell, bei dem ein Anbieter einem Unternehmen Speicherressourcen über ein Netzwerk bereitstellt. Unternehmen nutzen diesen Speicher für Dateien, Datenbanken, Anwendungen oder andere digitale Inhalte.
Der Anbieter betreibt die zugrunde liegende Speicherinfrastruktur. Dazu gehören unter anderem Speichersysteme, Server, Netzwerke und Rechenzentren. Das Unternehmen nutzt die bereitgestellte Kapazität nach den vereinbarten Bedingungen.
Die Abrechnung richtet sich häufig nach Speichergröße, Nutzung oder gebuchten Leistungsmerkmalen. Unternehmen skalieren die Kapazität entsprechend ihrem tatsächlichen Bedarf.
Wie funktioniert Storage as a Service?
Der Anbieter stellt Speicher über eine Netzwerkverbindung bereit. Unternehmen verbinden ihre Systeme mit diesem Speicher und legen fest, welche Anwendungen oder Nutzer darauf zugreifen.
Der Zugriff erfolgt je nach Dienst über Weboberflächen, spezielle Software oder technische Schnittstellen. Administratoren vergeben Benutzerkonten, Rollen und Zugriffsrechte für die gespeicherten Daten.
Der Anbieter überwacht und wartet die Speicherinfrastruktur. Er übernimmt je nach Vertrag auch Aufgaben wie Kapazitätsplanung, Hardwareaustausch und technische Fehlerbehebung.
Welche Vorteile bietet Storage as a Service?
Mit Storage as a Service reduzieren Unternehmen den Aufwand für ihre eigene Speicherinfrastruktur. Sie benötigen weniger eigene Hardware und sparen Ressourcen für deren Betrieb und Wartung.
Die Speicherleistung lässt sich außerdem unkompliziert an den aktuellen Bedarf anpassen. Steigt das Datenvolumen, erweitert das Unternehmen die gebuchte Kapazität beim Anbieter. Dadurch unterstützt STaaS zudem eine transparente Planung der IT-Kosten. Unternehmen zahlen nur für die vereinbarte Speicherkapazität, statt große Speichersysteme im Voraus anzuschaffen.
Welche Risiken entstehen bei Storage as a Service?
Nutzen Unternehmen einen externen Speicherdienst, entsteht eine Abhängigkeit vom Anbieter. Ein späterer Wechsel verursacht häufig zusätzlichen Aufwand, wenn der Anbieter proprietäre Systeme nutzt und damit den Datenexport erschwert.
Welcher rechtliche und normative Kontext gilt für Storage as a Service?
Storage as a Service berührt je nach Einsatzbereich Datenschutz, Informationssicherheit und branchenspezifische Vorgaben. Die gespeicherten Daten, der Standort der Daten und die Aufgaben des Anbieters entscheiden darüber, welche rechtlichen Vorgaben gelten.
Datenschutz und DSGVO
Speichert ein Unternehmen personenbezogene Daten bei einem externen Anbieter, gelten die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Unternehmens, regelt Artikel 28 DSGVO die Auftragsverarbeitung. Unternehmen schließen dafür einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter ab.
Der Vertrag legt unter anderem den Umfang der Verarbeitung, Zugriffsrechte, sowie technische und organisatorische Maßnahmen fest. Auch Speicherfristen und Löschkonzepte spielen beim Storage as a Service eine wichtige Rolle.
Informationssicherheit und ISO/IEC 27001
Bei Storage as a Service liegen Unternehmensdaten auf der Infrastruktur eines externen Anbieters. Deshalb spielt der Schutz dieser Daten bei der Auswahl des Dienstes eine zentrale Rolle. Unternehmen prüfen daher unter anderem Zugriffsschutz, Verschlüsselung, Backups und Protokollierung des Anbieters.
ISO/IEC 27001 beschreibt Anforderungen an ein Informationssicherheits-Managementsystem. Ein Anbieter mit entsprechender Zertifizierung weist damit strukturierte Prozesse für den Umgang mit Informationssicherheitsrisiken nach.
Branchenspezifische Anforderungen
Für bestimmte Unternehmen gelten zusätzliche gesetzliche oder regulatorische Anforderungen. Diese Vorgaben betreffen je nach Branche etwa Datenstandorte, Verfügbarkeit, Sicherheit oder Nachweispflichten.
Unternehmen der kritischen Infrastruktur prüfen deshalb die geltenden Anforderungen vor der Auswahl eines Storage-as-a-Service-Anbieters.
Fazit: Storage as a Service schafft flexiblen Speicher
Storage as a Service verlagert den Betrieb der Speicherinfrastruktur auf einen externen Anbieter. Unternehmen erhalten dadurch flexibel nutzbaren Speicher, ohne die gesamte Infrastruktur selbst zu betreiben.
Für die Auswahl eines passenden Dienstes spielen neben der verfügbaren Kapazität auch Leistung, Verfügbarkeit, Sicherheit und die Möglichkeiten für einen späteren Datenexport eine wichtige Rolle. Ein geeigneter Anbieter schafft damit eine flexible Speicherbasis, die sich an veränderte Anforderungen anpassen lässt und den eigenen IT-Betrieb entlastet.