SQL as a Service
SQL as a Service (SQLaaS) stellt eine relationale Datenbank als Cloud-Dienst bereit. Unternehmen greifen dabei über ein Netzwerk auf eine verwaltete Datenbankumgebung zu.
Der Anbieter übernimmt einen großen Teil des technischen Betriebs. Er wartet und überwacht die technische Infrastruktur und führt regelmäßig Updates durch.
Was bedeutet SQL as a Service?
SQL as a Service (SQLaaS) bezeichnet ein Cloud-Modell für relationale Datenbanken. Eine relationale Datenbank speichert strukturierte Daten in miteinander verknüpften Tabellen. So lassen sich beispielsweise Kundendaten, Bestellungen und Produkte getrennt speichern und über gemeinsame Merkmale miteinander verbinden.
SQL steht für „Structured Query Language“ und bezeichnet eine Sprache für die Arbeit mit relationalen Datenbanken. Mit SQL lassen sich Daten abfragen, hinzufügen, ändern und löschen. Auch die Struktur einer Datenbank lässt sich damit verwalten. Anwendungen nutzen SQL beispielsweise, um gezielt Kundendaten abzurufen oder neue Bestellungen in einer Datenbank zu speichern.
Bei SQL as a Service stellt ein Cloud-Anbieter die benötigte Datenbankumgebung bereit und übernimmt deren technischen Betrieb. Unternehmen greifen über ihre Anwendungen einfach auf die Datenbank zu. Dadurch gewinnen sie mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben wie zum Beispiel die Entwicklung eigener Anwendungen.
Wie funktioniert SQL as a Service?
SQL as a Service verbindet eine relationale Datenbank mit den technischen Leistungen einer Cloud-Umgebung. Unternehmen greifen über ihre Anwendungen auf die bereitgestellte Datenbank zu, während der Anbieter die zugrunde liegende Umgebung betreibt und verwaltet.
Der Anbieter stellt dafür eine Datenbankinstanz innerhalb seiner Cloud-Infrastruktur bereit. Das Unternehmen legt unter anderem fest, welche Datenbank zum Einsatz kommt oder wie viel Speicher und Rechenleistung sie benötigen. Außerdem bestimmt das Unternehmen, welche Benutzer und Anwendungen Zugriff auf die gespeicherten Daten erhalten.
Die Anwendungen des Unternehmens verbinden sich über eine Netzwerkverbindung mit der Datenbank. Sie senden SQL-Abfragen an die Datenbank und erhalten die angeforderten Ergebnisse zurück. Auf diese Weise greifen beispielsweise Webanwendungen, interne Geschäftssysteme oder andere Dienste auf die gespeicherten Daten zu.
Der Anbieter übernimmt den technischen Betrieb der Datenbank und überwacht deren Zustand. Je nach Tarif führt er zum Beispiel Softwareupdates, Backups und Fehlerüberwachung durch. Dadurch reduziert sich der Aufwand für Unternehmen, die Datenbankumgebung selbst zu betreiben und zu warten.
SQLaaS-Dienste unterstützen außerdem eine automatische Skalierung. Steigt beispielsweise die Zahl der Datenbankabfragen, passt der Dienst die verfügbaren Ressourcen, falls gewünscht, an die höhere Belastung an. Bei geringer Auslastung lassen sich Ressourcen entsprechend wieder reduzieren.
Welche Vorteile bietet SQL as a Service?
Mit SQL as a Service reduzieren Unternehmen den Aufwand für den Betrieb eigener Datenbankserver. Unternehmen benötigen weniger eigene Infrastruktur und entlasten ihre IT-Teams bei technischen Routineaufgaben.
Einem professionellen Anbieter gelingt es zudem meist schneller, die Datenbank bereitzustellen. Statt eigene Server aufzubauen und Datenbanksoftware einzurichten, wählen Unternehmen die benötigten Ressourcen beim Anbieter einfach aus.
SQLaaS erleichtert es dem Unternehmen außerdem, sich an die wachsenden Anforderungen im Unternehmensalltag anzupassen. Unternehmen erweitern Speicher oder Rechenleistung einfach, wenn Anwendungen mehr Ressourcen benötigen.
Ein weiterer Vorteil entsteht durch die zentrale Wartung. Der Anbieter übernimmt Updates und technische Arbeiten an der Datenbankumgebung. Dadurch schließt er Sicherheitslücken zeitnah und hält die eingesetzte Software auf dem aktuellen Stand.
Welche Risiken entstehen bei SQL as a Service?
SQL as a Service bringt eine Abhängigkeit vom jeweiligen Anbieter mit sich. Nutzen Unternehmen spezielle Funktionen oder Schnittstellen des Anbieters, erschwert das einen späteren Anbieterwechsel und Datenexporte.
Bei SQL as a Service greifen Anwendungen direkt auf die vom Anbieter bereitgestellte Datenbank zu. Eine technische Störung beim Cloud-Anbieter unterbricht deshalb häufig den Zugriff auf die gespeicherten Daten. Fällt die Datenbank vorübergehend aus, stehen auch Anwendungen, die auf sie angewiesen sind, möglicherweise nicht zur Verfügung.
Da mehrere Anwendungen und Benutzer auf die Datenbank zugreifen, spielen auch die vergebenen Berechtigungen eine wichtige Rolle. Zu weit gefasste Zugriffsrechte ermöglichen es Unbefugten auf sensible Daten zuzugreifen oder Änderungen vorzunehmen. Für Unternehmen ist es daher sicherheitsrelevant, Zugriffsrechte gezielt zu vergeben und regelmäßig zu überprüfen.
Ein guter SQLaaS-Dienst bietet eine hohe Verfügbarkeit, einen unkomplizierten Datenexport und klar geregelte Zugriffsrechte. Auch schnelle Wiederherstellungsprozesse gehören zu den wichtigen Anforderungen. Unternehmen achten zudem darauf, dass spezielle Funktionen des Anbieters einen späteren Wechsel nicht unnötig erschweren.
SQL as a Service und Datenschutz
Speichert eine SQLaaS-Datenbank personenbezogene Daten, gelten die Vorgaben der DSGVO. Unternehmen prüfen deshalb, welche Daten der Anbieter verarbeitet und wo er die Datenbank betreibt.
Verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Unternehmens, regeln die Parteien die Verarbeitung in einem Auftragsverarbeitungsvertrag. Darin legen sie unter anderem technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, sowie Regeln zum Umgang mit Subdienstleistern fest.
Was ist der Unterschied zwischen SQL as a Service und einer eigenen SQL-Datenbank?
Bei einer eigenen SQL-Datenbank betreibt das Unternehmen die technische Umgebung selbst. Die interne IT kümmert sich dabei unter anderem um Server, Datenbanksoftware, Updates, Backups und Überwachung.
SQL as a Service verlagert viele dieser Aufgaben auf einen externen Anbieter. Das Unternehmen erhält eine fertige Datenbankumgebung und verwaltet vor allem Daten, Anwendungen und Zugriffsrechte.
Eine eigene Datenbank bietet mehr Kontrolle über die technische Umgebung, SQLaaS bietet dagegen weniger Verwaltungsaufwand und eine einfachere Skalierung.
Fazit: SQL as a Service entlastet den Datenbankbetrieb
SQL as a Service stellt eine verwaltete SQL-Datenbank über die Cloud bereit. Unternehmen reduzieren dadurch den Aufwand für Betrieb, Wartung und technische Skalierung.
Ein passender SQLaaS-Dienst bietet eine leistungsfähige Datenbank und reduziert den Aufwand für die unternehmensinterne IT. Unternehmen behalten dabei weiter die Kontrolle über ihre Daten.