Webhosting
Webhosting stellt die technische Grundlage für den Betrieb einer Website im Internet bereit. Ein Hosting-Anbieter stellt dafür Speicherplatz, Rechenleistung und weitere Serverdienste zur Verfügung. Dort liegen die Dateien und Daten, die eine Website für Besucher benötigt.
Was ist Webhosting?
Webhosting bezeichnet die Bereitstellung von Speicherplatz und Serverressourcen für Websites und Webanwendungen. Der benötigte Speicherplatz heißt auch Webspace. Dort liegen beispielsweise Texte, Bilder, HTML-Dateien, Skripte und weitere Inhalte einer Website.
Je nach Website kommen zusätzlich Datenbanken und serverseitige Anwendungen hinzu. Ein Onlineshop benötigt beispielsweise eine Datenbank für Produkte, Kundenkonten und Bestellungen. Ein einfacher Internetauftritt benötigt dagegen häufig deutlich weniger Ressourcen.
Der Hosting-Anbieter betreibt dafür Server in einem Rechenzentrum. Diese Server verfügen über eine dauerhafte Internetverbindung und stellen die gespeicherten Inhalte für Besucher bereit.
Wie funktioniert Webhosting?
Eine Website besteht aus verschiedenen Dateien und Daten, die auf einem Server gespeichert sind. Der Server stellt diese Inhalte bereit, sobald ein Browser eine entsprechende Anfrage sendet.
Am Anfang steht meist eine Domain. Das Domain Name System (DNS) löst den Domainnamen in die hinterlegte IP-Adresse auf. Der Browser findet dadurch den Server, auf dem die Website liegt.
Nach der Anfrage liefert der Webserver die benötigten Inhalte an den Browser zurück. Dieser verarbeitet die Dateien und stellt daraus die sichtbare Website zusammen.
Bei einer dynamischen Website läuft zusätzlich serverseitige Software. Sie verarbeitet Anfragen und erzeugt Inhalte passend zum jeweiligen Aufruf. Dafür greift sie beispielsweise auf Datenbanken zu oder verarbeitet Formulare.
Ruft ein Besucher eine Produktseite auf, lädt der Server die passenden Informationen aus der Datenbank. Dazu gehören etwa Produktname, Preis, Beschreibung und verfügbare Bilder. Der Server erzeugt daraus die Inhalte für die angeforderte Seite.
Auch Anmeldungen, Suchfunktionen und Bestellungen nutzen häufig serverseitige Prozesse. Der Server prüft dabei Eingaben, verarbeitet Daten und übermittelt das Ergebnis an den Browser.
Die Hosting-Infrastruktur nimmt Anfragen aus dem Internet entgegen und stellt die benötigten Inhalte bereit. Dafür nutzt der Anbieter je nach Hosting-Modell unterschiedliche technische Ressourcen.
Beim klassischen Hosting liegen die Daten beispielsweise auf einem physischen oder virtuellen Server. Cloudbasierte Lösungen verteilen die benötigten Ressourcen dagegen über mehrere miteinander verbundene Systeme.
Welche Leistungen gehören zum Webhosting?
Webhosting umfasst verschiedene technische Leistungen für den Betrieb einer Website oder Webanwendung. Dazu gehören vor allem Speicherplatz, Rechenressourcen und Netzwerkzugriff.
Je nach Anbieter kommen weitere Dienste hinzu. Dazu zählen Domains, E-Mail-Postfächer, TLS-Zertifikate und Backups. Der genaue Leistungsumfang hängt vom gewählten Hosting-Modell und Tarif ab.
Webspace und Serverressourcen
Webspace bezeichnet den Speicherplatz, auf dem die Dateien einer Website liegen. Websites enthalten für gewöhnlich HTML-Dateien, Bilder, Stylesheets und Programmcode.
Webanwendungen benötigen häufig zusätzlich Datenbanken und serverseitige Software. Dafür stellt das Hosting weitere Ressourcen wie Rechenleistung und Arbeitsspeicher bereit.
Die Netzwerkleistung beeinflusst die Geschwindigkeit einer Website. Bei stark besuchten Websites spielt zudem die verfügbare Kapazität der Hosting-Umgebung eine wichtige Rolle.
Domain
Eine Domain ist die eindeutige Internetadresse einer Website. Über das DNS verweist die Domain auf die technische Infrastruktur, die den Webauftritt bereitstellt.
Viele Hosting-Anbieter bieten die Registrierung einer Domain direkt zusammen mit dem Hosting an. Je nach Tarif gehören auch Verwaltung und Verlängerung der Domain zum Leistungsumfang.
E-Mail-Dienste
Viele Hosting-Angebote stellen E-Mail-Postfächer unter der eigenen Domain bereit. Je nach Tarif gehören auch Weiterleitungen, Spamfilter und weitere Funktionen zum E-Mail-Dienst. Der genaue Umfang unterscheidet sich zwischen den einzelnen Hosting-Angeboten.
TLS-Zertifikat und HTTPS
Ein TLS-Zertifikat ermöglicht eine verschlüsselte Verbindung zwischen Browser und Website. HTTPS schützt dabei die übertragenen Daten vor dem Mitlesen durch Dritte.
Dadurch bleiben beispielsweise Anmeldedaten und Formulareingaben während der Übertragung vor fremden Zugriffen geschützt. Viele Hosting-Anbieter stellen TLS-Zertifikate für die gehosteten Websites bereit.
Backups
Backups erstellen Kopien von Website-Dateien, Datenbanken und weiteren wichtigen Daten. Diese Kopien dienen dazu, Daten nach Fehlern oder Sicherheitsvorfällen wiederherzustellen.
Je nach Hosting-Angebot erstellt der Anbieter Backups in unterschiedlichen Abständen und bewahrt sie unterschiedlich lange auf. Auch der Umfang der gesicherten Daten unterscheidet sich je nach Tarif.
Welche Arten von Webhosting gibt es?
Webhosting gibt es in verschiedenen Varianten für unterschiedliche technische Anforderungen. Die Modelle unterscheiden sich vor allem in Bezug auf Ressourcen, Leistung, Kontrolle und Kosten.
Ein kleiner Internetauftritt benötigt deutlich weniger Ressourcen als ein stark besuchter Onlineshop. Entsprechend unterscheiden sich auch die Anforderungen an die Hosting-Umgebung.
Shared Hosting
Beim Shared Hosting nutzen mehrere Websites denselben physischen Server. Der Anbieter teilt die verfügbaren Ressourcen zwischen den einzelnen Kunden auf. Diese Variante eignet sich häufig für kleinere Websites, Blogs und einfache Unternehmensauftritte. Durch die geteilte Infrastruktur fallen die Kosten vergleichsweise niedrig aus.
Benötigt eine Website jedoch kurzfristig besonders viele Ressourcen, steht für andere Websites unter Umständen weniger Leistung zur Verfügung. Das wirkt sich beispielsweise auf Ladezeiten und die Verarbeitung von Anfragen aus.
VPS-Hosting
Ein Virtual Private Server teilt einen physischen Server in mehrere virtuelle Server auf. Jede virtuelle Umgebung arbeitet dabei weitgehend unabhängig von den anderen.
Ein VPS bietet mehr Kontrolle über Betriebssystem, Software und Servereinstellungen. Diese Variante eignet sich beispielsweise für Webanwendungen mit höheren technischen Anforderungen.
Dedicated Hosting
Beim Dedicated Hosting steht ein kompletter physischer Server für einen einzelnen Kunden zur Verfügung. Das Unternehmen teilt sich die Hardware dann nicht mit anderen Websites.
Unternehmen erhalten dadurch umfangreiche Kontrolle über die verfügbaren Ressourcen und die Serverkonfiguration. Diese Lösung eignet sich vor allem für große Websites und Anwendungen mit hohem Ressourcenbedarf.
Cloud Hosting
Beim Cloud Hosting stellt der Anbieter die benötigten Ressourcen über eine Cloud-Umgebung bereit.
Je nach Anbieter lassen sich Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Speicher flexibel an den aktuellen Bedarf anpassen. Dadurch eignet sich Cloud-Hosting besonders für Websites und Anwendungen mit stark schwankender Auslastung.
Welche Sicherheitsaspekte spielen beim Webhosting eine Rolle?
Websites stehen dauerhaft mit dem Internet in Verbindung und bilden dadurch ein mögliches Angriffsziel für Hacker. Sicherheitslücken in Anwendungen, veraltete Software oder gestohlene Zugangsdaten gefährden dabei den Betrieb.
Hosting-Anbieter schützen ihre Server und Netzwerke daher mit verschiedenen technischen Maßnahmen. Betreiber einer Website bleiben jedoch selbst für die Sicherheit ihrer Anwendungen und Zugangsdaten verantwortlich.
Mithilfe regelmäßiger Updates schließen Unternehmen bekannte Schwachstellen in Content-Management-Systemen, Plugins und anderen Komponenten. Sichere Passwörter und zusätzliche Schutzmaßnahmen sichern administrative Zugänge ab.
HTTPS schützt Daten während der Übertragung. Backups helfen zusätzlich dabei, eine Website nach einem Angriff oder technischen Fehler wiederherzustellen.
Welcher rechtliche und normative Kontext gilt für Webhosting?
Beim Webhosting gelten je nach Website verschiedene gesetzliche und vertragliche Anforderungen. Besonders relevant ist der Datenschutz, wenn eine Website personenbezogene Daten verarbeitet. Dazu zählen beispielsweise IP-Adressen, Kontaktdaten oder Angaben aus Kontaktformularen.
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) legt dafür wichtige Regeln fest. Unternehmen berücksichtigen beispielsweise, welche personenbezogenen Daten sie erfassen und wie lange sie diese speichern. Auch die Speicherdauer und der Zugriff auf diese Daten spielen eine wichtige Rolle.
Verarbeitet ein Hosting-Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag eines Unternehmens, liegt eine Auftragsverarbeitung vor. In diesem Fall regelt ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) die Zusammenarbeit und den Umgang mit den Daten.
Je nach Website gelten weitere Vorgaben, etwa für das Impressum, Datenschutzinformationen sowie Cookies und Tracking.
Welchen Nutzen bietet Webhosting für Unternehmen?
Webhosting ermöglicht Unternehmen, Websites und Webanwendungen dauerhaft über das Internet bereitzustellen. Kunden, Geschäftspartner und andere Zielgruppen erreichen die digitalen Angebote dadurch unabhängig vom eigenen Standort.
Der Hosting-Anbieter übernimmt dabei einen Teil der technischen Infrastruktur. Unternehmen benötigen deshalb nicht zwingend eigene Server und müssen deren Betrieb nicht vollständig selbst organisieren.
Je nach Hosting-Modell lässt sich die technische Ausstattung an die Anforderungen des Unternehmens anpassen. Kleine Websites benötigen wenige Ressourcen, während große Onlineshops oder Webanwendungen deutlich mehr Leistung erfordern.
Zusätzliche Leistungen wie Backups, SSL-Zertifikate und E-Mail-Dienste bündeln wichtige Bestandteile des Webbetriebs. Unternehmen erhalten damit eine gemeinsame technische Grundlage für ihre Website und weitere internetbasierte Dienste.
Fazit: Webhosting im Überblick
Webhosting stellt Speicherplatz, Rechenleistung und weitere Serverdienste für Websites und Webanwendungen bereit. Der Hosting-Anbieter betreibt die technische Infrastruktur und stellt die gespeicherten Inhalte über das Internet bereit.
Shared Hosting, VPS, Dedicated Hosting und Cloud Hosting unterscheiden sich vor allem in Bezug auf Ressourcen, Kontrolle und Skalierbarkeit. Welche Variante am besten passt, hängt von den technischen und wirtschaftlichen Anforderungen der jeweiligen Website ab. Die passende Hosting-Umgebung unterstützt einen stabilen, sicheren und leistungsfähigen Betrieb von Websites.