Hacker machen keinen Urlaub
Cybercrime ist kein “9-to-5-Job”, sondern findet bevorzugt dann statt, wenn alle anderen nicht arbeiten. Der Grund dafür ist simpel: Freitagabends, an Wochenenden sowie Brücken- und Feiertagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Angreifer länger unentdeckt bleiben, deutlich größer als unter Woche, während die IT-Admins ihren Dienst versehen. Es gilt: „Zeit ist Geld“ – auch in der Welt der Hacker, denn je mehr Daten sie ausspähen oder verschlüsseln können, umso mehr Geld können sie anschließend dafür im Darknet oder bei der Lösegeldforderung verlangen.
Der Schaden für das Unternehmen bestimmt den Nutzen für die Angreifer – je größer, desto besser!
So kommt es, dass Hacker bevorzugt dann ihre Attacken starten, wenn man sich eigentlich gerne mit anderen Dingen beschäftigen möchte, wie etwa Geschenke auspacken und Weihnachtsgans essen.
Was können Unternehmen also tun, um sich auch während der Weihnachtsfeiertage und über Silvester vor Angriffen von außen zu schützen?
Machen Sie Ihre IT fit für die Feiertage
Die bereits angespannte Lage der IT-Sicherheit hat sich in diesem Jahr weiter zugespitzt, wie der aktuelle
Lagebericht des BSI belegt; die Bedrohung im Cyber-Raum ist so hoch wie nie. Vor diesem Hintergrund raten Sicherheitsexperten dringend dazu, besonders mit Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage rund um Weihnachten und Neujahr, umfassende präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Dazu gehören unbedingt
- ein (automatisiertes) Patchmanagement,
- regelmäßige Sicherheitsscans von außen und innen
- sowie
eine erprobte Backupstrategie (im Optimalfall offline auf Bändern).
Achten Sie außerdem auf einen sicheren Umgang mit den Administratoren-Accounts in Ihrem Unternehmen, sichern Sie Ihre Remote-Zugänge ab und geben Sie nur die notwendigen Dienste und Ports frei.
Auch die Detektions- und Reaktionsfähigkeit gehören gestärkt. Konkret bedeutet das, für den Ernstfall gewappnet zu sein. Hierfür bedarf es Notfallkonzepte, die sorgfältig vorbereitet und auch eingeübt werden. Außerdem müssen funktionsfähige Backups vorgehalten werden, um im Angriffsfall reaktionsfähig zu bleiben und eventuell kompromittierte Systeme schnell wiederherstellen zu können.