Smishing als Angriffstrend
Smishing scheint für Hacker der neue Angriffstrend zu sein – aber warum ist das so?
Seit Beginn des Jahres 2021 steigen die Zahlen der Smishing Angriffe rasant. Smishing Nachrichten zu erstellen ist für Hacker mit weniger Aufwand verbunden, als eine gefälschte Phishing-Mail zu versenden. Trotzdem ist der Schaden, der durch die SMS beim Opfer entsteht, genau so groß wie die einer E-Mail. Die Erfahrung zeigt, dass viele Smartphone-Besitzer sorgloser mit ihrem Handy agieren als mit ihrem PC, weshalb Smishing die effektivere Vorgehensweise für Hacker ist.
Damit Smartphone-Nutzer auf den gefälschten Link klicken, muss der Köder, der in der Nachricht verborgen ist, überzeugend sein. So verschicken viele Täter Benachrichtigungen von namenhaften Paketdiensten auf Smartphones, in welchen Links oder Verweise auf einen Download enthalten sind. Wer diesem Link folgt oder die App installiert, läuft Gefahr, sich eine Malware auf das Handy zu laden.
Wirklich hinterhältig wird es, wenn Täter mit der Angst ihrer Opfer spielen: So landen immer seltener falsche Paketbenachrichtigungen auf den Handys, stattdessen werden gefälschte Sicherheitshinweise verschickt, in denen z.B. steht, dass das Smartphone mit einer Schadsoftware infiziert wurde.
Ein weiteres Vorgehen, vor dem aktuell gewarnt wird, ist Smishing mit Push-Tans. Dabei erhalten potenzielle Opfer eine SMS, die angeblich von ihrer Bank oder Sparkasse stammt. Wenn man auf den eingebetteten Link klickt, wird man an eine täuschend echt aussehende Website weitergeleitet und dazu aufgefordert, ein neues Push-Tan Verfahren zu installieren. Sobald Sie jedoch ihre Login-Daten eingeben, haben sich die Täter unbemerkt Zugriff auf Ihr Konto verschafft.
Zahlreiche Smartphone-Nutzer wurden bereits Opfer dieser perfiden Methoden – und es werden immer mehr. In diesem Jahr wurden bundesweit rund 300 Millionen Smishing-Nachrichten versendet. Durchschnittlich erhält jeder Handy-Besitzer 13 Nachrichten am Tag.