06.03.2023
Phishing: Die allgegenwärtige Bedrohung
Was ist Phishing?
3 Arten von Phishing im Vergleich
1. Deceptive Phishing
- Folgen Sie grundsätzlich keinen Links, die Sie per Mail erhalten. Öffnen Sie immer separat die Website.
- Prüfen Sie insbesondere den Domain-Namen auf homografische Angriffe, bei denen ähnlich aussehende Schriftzeichen anstelle der echten verwendet werden. Indem z.B. das lateinische A durch ein kyrillisches A ersetzt wird, sehen die URLs auf den ersten Blick echt aus, führen jedoch auf eine gefälschte Website.
- Prüfen Sie die Rechtschreibung in der E-Mail.
- Achten Sie auf Links oder Weiterleitungen beim Laden der Seite.
2. Spear Phishing
- Prüfen Sie Mails stets mit einem gesundem Misstrauen.
- Halten Sie Ihre Sicherheitssoftware immer auf dem neuesten Stand.
- Vergessen Sie nicht, Links zu prüfen und überlegen Sie zweimal, bevor Sie klicken.
- Führen Sie regelmäßige Mitarbeiterschulungen zum Thema Social Engineering durch.
3. Whaling / CEO-Betrug
- Führen Sie regelmäßige Schulungen zum Thema Social Engineering durch - auch für Führungskräfte.
- Führungskräfte sollten in den sozialen Netzwerken möglichst wenig persönliche Informationen preisgeben
- Nutzen Sie für Finanztransfers einen Multi-Faktor-Autorisierungsprozess.
- Implementieren Sie technische Standards für das Sender Policy Framework (SPF).
- Als Unternehmer sollten Sie über die Mitarbeiterschulung hinaus auch umfassend in Datensicherheit und Verifizierungsprozesse investieren.
Mögliche Anzeichen für Phishing
- Absenderadresse: Phishing-E-Mails verwenden oft gefälschte Absenderadressen, die so aussehen, als kämen sie von vertrauenswürdigen Unternehmen oder Organisationen. Überprüfen Sie die Absenderadresse genau und vergleichen Sie sie mit den Kontaktdaten, die Sie von der betreffenden Firma haben. Sollten Sie unsicher sein, empfiehlt es sich, über andere Kommunikationskanäle (Telefon, Chat) die Mail verifizieren zu lassen.
- Dringlichkeit: Phishing-E-Mails sind oft so gestaltet, dass sie den Empfänger unter Druck setzen, schnell zu handeln. Sie können beispielsweise behaupten, dass das Konto gesperrt wird oder ein Problem mit einer Zahlung besteht.
- Inhalt: Der Inhalt der E-Mail kann auch ein Hinweis darauf sein, ob es sich um eine Phishing-Mail handelt. Häufig werden Sie aufgefordert, persönliche oder vertrauliche Informationen preiszugeben oder auf Links zu klicken. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Bewahren Sie unbedingt Ruhe und prüfen Sie die E-Mail sorgfältig, bevor Sie handeln
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Links: Wenn Sie aufgefordert werden, auf einen Link zu klicken, prüfen Sie diesen sorgfältig, bevor Sie daraufklicken. Überprüfen Sie, ob die URL mit der tatsächlichen Website übereinstimmt, auf die Sie zugreifen möchten. Sollten Sie nicht sicher sein, ob ein Link legitim ist, klicken Sie nicht darauf. Geben Sie die URL der Website stattdessen manuell in den Browser ein oder greifen Sie zum Telefonhörer und haken Sie persönlich nach, ob die Nachricht authentisch ist.
- Anhänge: Seien Sie vorsichtig beim Öffnen von Anhängen in E-Mails von unbekannten Absendern. Diese können schädliche Software (Malware) enthalten, die Ihren Computer oder Ihr Netzwerk infiziert. Wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei einer E-Mail um eine Phishing-Mail handelt, sollten Sie die E-Mail nicht öffnen oder auf Links klicken. Stattdessen sollten Sie sich an den vermeintlichen Absender wenden, um die Echtheit der E-Mail zu überprüfen, oder direkt auf die Website zugreifen, anstatt auf den Link in der E-Mail zu klicken.
- Schreib- und Grammatikfehler: Phishing-E-Mails sind oft schlecht geschrieben und enthalten Schreib- oder Grammatikfehler.
Sie haben auf einen Link geklickt – was nun?
- Schließen Sie den Browser: Wenn Sie auf den Link geklickt haben, schließen Sie sofort den Browser und trennen Sie Ihre Internetverbindung.
- Überprüfen Sie Ihre Geräte: Scannen Sie Ihre Geräte auf Malware und Viren, um sicherzustellen, dass Ihr System nicht infiziert wurde.
- Ändern Sie Ihre Passwörter: Ändern Sie umgehend alle Passwörter, die Sie auf der besuchten Website verwendet haben und setzen Sie neue, sichere Passwörter.
- Überwachen Sie Ihre Konten: Überwachen Sie alle Ihre Online-Konten und Bankauszüge sorgfältig, um sicherzustellen, dass keine verdächtigen Aktivitäten stattfinden.
- Melden Sie den Vorfall: Melden Sie den Vorfall bei der betreffenden Organisation, um andere Benutzer zu warnen und möglicherweise Maßnahmen gegen den Absender zu ergreifen.
Sie haben Ihre Daten eingegeben, was nun?
- Ändern Sie sofort das Passwort: Wenn Sie Ihre Anmeldedaten auf einer Phishing-Website eingegeben haben, ändern Sie umgehend das Passwort für den betroffenen Account und alle anderen Accounts, bei denen Sie dasselbe Passwort verwendet haben. Verwenden Sie ein sicheres und starkes Passwort und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wenn möglich.
- Melden Sie den Vorfall: Melden Sie den Vorfall unverzüglich dem betroffenen Unternehmen oder der Institution. Informieren Sie sie darüber, dass Sie auf eine Phishing-Website hereingefallen sind und Ihre Anmeldedaten gestohlen wurden.
- Überwachen Sie Ihre Konten: Auch hier sollten Sie betroffenen Konten sorgfältig überwachen und prüfen Sie, ob unbefugte Transaktionen oder Aktivitäten stattfinden. Melden Sie verdächtige Aktivitäten unverzüglich dem Unternehmen und Ihrer Bank.
- Schützen Sie sich in Zukunft: Bleiben Sie wachsam! Verwenden Sie Antivirus- und Anti-Malware-Software, um Ihren Computer vor Schadsoftware zu schützen, und halten Sie alle Ihre Programme auf dem neuesten Stand. Seien Sie vorsichtig und misstrauisch, wenn es um E-Mails und Online-Anfragen geht, insbesondere wenn sie um persönliche Informationen bitten.
So können Sie sich schützen
Sicherheitssoftware
- Öffnen Sie keine E-Mails von unbekannten Absendern.
- Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse des Absenders genau, um Widersprüche zu erkennen.
- Überprüfen Sie, falls enthalten, vor dem Öffnen den Link, um Unstimmigkeiten zu erkennen. Im Zweifelsfall sollte der Link nicht angeklickt werden. Sie können den Link überprüfen, indem Sie die Maus über den Link führen oder die legitime Website-Adresse manuell in Ihren Browser eingeben.
- Wird in einer E-Mail akuter Handlungsbedarf signalisiert oder mit Konsequenzen bei Nichtbeachtung gedroht, ist Vorsicht geboten! Angreifer setzen Nutzer gerne unter Druck, damit diese unüberlegt handeln.
- Wenn Sie vermuten, dass eine E-Mail nicht legitim ist, kopieren Sie einen Namen oder Text aus der Nachricht in eine Suchmaschine, um zu prüfen, ob es bereits bekannte Phishing-Angriffe mit dieser Methode gibt.
- Geben Sie keinerlei sensible Informationen wie Konto- oder Anmeldedaten per E-Mail preis.
Webseite
- Achten Sie auf das digitale Zertifikat einer Website. Die URL sollte mit https beginnen.
- Führen Sie den Cursor der Maus über den eingebetteten Link, um zu sehen, ob er legitim ist.
- Tragen Sie keine sensiblen Informationen wie Konto- oder Anmeldedaten in Webanmeldeformulare ein.
Telefon
- Seien Sie bei Anrufen von unbekannten Nummern besonders achtsam.
- Entwickeln Sie ein gesundes Misstrauen gegenüber unerwarteten Telefonanrufen und rufen Sie den Anrufenden im Zweifelsfall über eine selbst recherchierte Telefonnummer zurück.
- Geben Sie keine sensiblen Informationen wie Konto- oder Anmeldedaten per Telefon preis.
Unternehmen
- Bieten Sie in Unternehmen umfassende Mitarbeiterschulungen zum Sicherheitsbewusstsein an, um raffinierte Betrugsmethoden zu durchschauen.
- Regelmäßige Phishing-Simulationen tragen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter bei und schulen sie im richtigen Umgang mit Phishing-E-Mails.