Wichtige Information für unsere Kunden
Microsoft Patchday im März
11.03.2026 | Microsoft behebt im Rahmen des Patchdays insgesamt 83 Schwachstellen unter anderem in Windows, Microsoft Office, Azure und SQL Server. Davon werden acht als kritisch und die übrigen als wichtig eingestuft. Da zwei Schwachstellen bereits öffentlich bekannt sind, empfehlen wir eine zeitnahe Installation der Updates.
Zero-Day-Lücken
Bereits öffentlich bekannt sind eine Schwachstelle im SQL-Server (CVE-2026-21262), die eine Ausweitung der Rechte ermöglicht, sowie eine Denial-of-Service-Lücke in .Net (CVE-2026-26127). Microsoft schätzt die Lage so ein, dass deren Missbrauch unwahrscheinlich bleibt.
Kritische Schwachstellen in Microsoft Office und Excel
Besonders relevant sind zwei Remote-Code-Execution-Schwachstellen in Microsoft Office, die bereits über die Vorschauansicht präparierter Dokumente ausgenutzt werden können (CVE-2026-26110, CVE-2026-26113). In Microsoft Excel ermöglicht es zudem eine Zero-Click-Schwachstelle (CVE-2026-26144), die Sandbox des Copilot-Agent-Modus zu umgehen und unbefugt Informationen ins Netz auszuleiten.
Schwachstellen in Cloud- und Azure-Diensten
Mit dem Patchday im März schließt Microsoft auch mehrere Sicherheitslücken in Cloud- und Azure-Diensten. Dazu zählen unter anderem Schwachstellen in Azure ACI Confidential Containers (CVE-2026-23651, CVE-2026-26124, CVE-2026-26122), die es Angreifern ermöglichen, Berechtigungen zu erhöhen oder auf vertrauliche Informationen zuzugreifen. Weitere Sicherheitslücken wurden in cloudbasierten Diensten wie dem Microsoft Device Pricing Program (CVE-2026-21536) und dem Payment Orchestrator Service (CVE-2026-26125) behoben. Hierüber könnte Schadcode eingeschleust und ausgeführt werden. Die Schwachstellen wurden bereits serverseitig durch Microsoft behoben, sodass für Kunden kein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht.
Weitere Sicherheitslücken, die mit dem März-Update geschlossen werden, betreffen zentrale Windows- und Serverkomponenten, darunter den Windows Print Spooler, SharePoint Server sowie den Routing and Remote Access Service. In mehreren Fällen sind Remote Code Execution oder Rechteausweitungen möglich. Zudem wurden Schwachstellen in Windows-Kernkomponenten wie Kernel, NTFS, SMB und Winlogon behoben.
Handlungsempfehlung
Da zahlreiche Produkte und Dienste aus dem Microsoft-Portfolio betroffen sind, sollten Unternehmen prüfen, welche Systeme in ihrer Umgebung relevant sind, und die bereitgestellten Sicherheitsupdates zeitnah installieren. Besonders Systeme mit Windows-, Office-, Server- und Azure-Komponenten sollten umgehend aktualisiert werden, um potenzielle Angriffsflächen zu reduzieren.