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Microsoft Patchday im Juni
10.06.2026 | Microsoft behebt mit dem Patchday im Juni insgesamt 206 Schwachstellen in Windows, Office, Exchange, Azure und weiteren Komponenten. Davon werden 33 als kritisch eingestuft. Im Fokus stehen eine aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstelle in Microsoft Defender sowie mehrere kritische Lücken in zentralen Windows-Netzwerkdiensten.
Aktive Angriffe:
Besonders kritisch ist eine Schwachstelle in Microsoft Defender (CVE-2026-41091), die bereits aktiv angegriffen wird. Angreifer können ihre Berechtigungen auf System-Niveau erweitern und dadurch die vollständige Kontrolle über betroffene Systeme erlangen.
Kritische Netzwerk-Schwachstellen:
Mehrere Sicherheitslücken betreffen den Windows DNS-Client, den DHCP Client Service, den TCP/IP-Stack sowie HTTP.sys. Über diese Schwachstellen kann teilweise ohne Anmeldung oder Benutzerinteraktion Schadcode aus der Ferne ausgeführt werden. Einige der Lücken gelten zudem als potenziell selbstverbreitend ("wormable").
Öffentlich bekannte Schwachstellen:
Bereits vor der Bereitstellung der Updates wurden mehrere Schwachstellen öffentlich bekannt. Betroffen sind unter anderem BitLocker, HTTP.sys sowie das Collaborative Translation Framework (CTFMON). Besonders hervorzuheben sind die BitLocker-Schwachstellen YellowKey und GreenPlasma, über die Angreifer unter bestimmten Voraussetzungen die Laufwerksverschlüsselung umgehen können.
Office und SharePoint:
Mehrere Schwachstellen in Microsoft Office ermöglichen die Ausführung von Schadcode bereits beim Anzeigen präparierter Dokumente im Vorschaufenster. Auch SharePoint Server ist betroffen: Hier wurden Sicherheitslücken geschlossen, die unter bestimmten Voraussetzungen die Ausführung von Schadcode oder die Manipulation von Inhalten ermöglichen können.
Weitere betroffene Komponenten:
Darüber hinaus behebt Microsoft Schwachstellen in Active Directory Domain Services, Hyper-V, dem Remote Desktop Client, verschiedenen Azure-Diensten sowie in Visual Studio Code und GitHub Copilot. Je nach Komponente könnten Angreifer auf sensible Daten zugreifen, Sicherheitsmechanismen umgehen oder Schadcode ausführen. Mehrere Azure-Schwachstellen wurden bereits serverseitig geschlossen.
Handlungsempfehlung:
Wir empfehlen Ihnen, die bereitgestellten Sicherheitsupdates zeitnah zu installieren und insbesondere Windows-Systeme, Exchange-Server, Office-Anwendungen sowie Active-Directory-Umgebungen zu aktualisieren. Besondere Aufmerksamkeit sollten Systeme erhalten, die DNS-, Exchange-, RDP- oder Active-Directory-Dienste bereitstellen.