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Wichtige Information für unsere Kunden

Microsoft Patchday im August

12.08.2026 | Microsoft behebt mit dem Patchday im August insgesamt 421 Sicherheitslücken in Windows, Azure, Microsoft 365, Exchange, SharePoint, Office und weiteren Komponenten. Mehr als 60 davon werden als kritisch eingestuft und eine Schwachstelle wird bereits aktiv ausgenutzt. 

Aktive Angriffe 

Besonders relevant ist eine bereits aktiv ausgenutzte Schwachstelle im Windows Ancillary Function Driver for WinSock (CVE-2026-68820). Angreifer, die bereits über geringe lokale Berechtigungen verfügen, können darüber Systemrechte erlangen und so weitreichende Kontrolle über das betroffene System erhalten. Die Schwachstelle wird bereits gezielt für Angriffe genutzt. 

Kritische Netzwerk-Schwachstellen 

Mehrere besonders schwerwiegende Sicherheitslücken ermöglichen die Ausführung von Schadcode aus der Ferne, ohne dass eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Betroffen sind unter anderem der Windows DNS Server (CVE-2026-62878, CVSS 9,8), der TFTP-Server der Windows Deployment Services (CVE-2026-62893, CVSS 9,8) sowie Microsoft QUIC (CVE-2026-62815, CVSS 9,8). Besonders die Schwachstelle im Windows DNS Server birgt ein hohes Risiko, da sich ein Angriff ohne Benutzerinteraktion von System zu System ausbreiten kann. 

Kritische Cloud-Schwachstellen 

Auch mehrere Microsoft-Cloud-Dienste weisen kritische Sicherheitslücken auf. Besonders hervorzuheben ist eine Schwachstelle in der Azure SQL Database (CVE-2026-56162, CVSS 10,0), über die Angreifer ohne vorherige Authentifizierung ihre Berechtigungen erhöhen könnten. 

Weitere Schwachstellen mit der höchsten Risikobewertung betreffen unter anderem Microsoft Teams und Microsoft Planetary Computer Pro. Diese wurden von Microsoft bereits serverseitig behoben, sodass hierfür keine Kundenaktion erforderlich ist. 

Exchange und SharePoint 

Eine Schwachstelle in Exchange Server (CVE-2026-62911) kann die Authentifizierung umgehen und Angreifern weitreichenden Zugriff auf Postfächer ermöglichen. Dadurch könnten unter anderem Nachrichten gelesen und versendet sowie Anhänge heruntergeladen werden. Auch SharePoint Server ist von kritischen Sicherheitslücken betroffen. Diese können unter bestimmten Voraussetzungen die Ausführung von Schadcode oder Spoofing-Angriffe ermöglichen. 

Weitere betroffene Komponenten 

Darüber hinaus schließt Microsoft Sicherheitslücken unter anderem in Office, Word und Excel, Active Directory Certificate Services, dem Windows DHCP-Server sowie weiteren Azure- und Windows-Komponenten. Je nach Schwachstelle sind unter anderem die Ausführung von Schadcode, Rechteausweitungen oder der Zugriff auf sensible Daten möglich.

Handlungsempfehlung 

Wir empfehlen Ihnen, die bereitgestellten Sicherheitsupdates zeitnah zu installieren. Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie der bereits aktiv ausgenutzten Windows-Schwachstelle sowie DNS-Servern, Windows Deployment Services, Exchange- und SharePoint-Servern widmen. Prüfen Sie außerdem, welche der weiteren betroffenen Windows-, Office- und Azure-Komponenten in Ihrer Umgebung eingesetzt werden, und aktualisieren Sie diese entsprechend.

DIE UPDATES IM ÜBERBLICK

Die bereitgestellten Informationen dienen als unverbindliche Orientierungshilfe. Die Prüfung und Umsetzung im eigenen System liegt in der Verantwortung des jeweiligen Administrators. Sollten Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.