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Microsoft Patchday im April
15.04.2026 | Microsoft behebt mit dem Patchday im April mehr als 160 Schwachstellen in Windows, Office, Azure und weiteren Komponenten. Acht davon werden als kritisch eingestuft.
Laufende Angriffe
Besonders kritisch ist eine Schwachstelle in Microsoft SharePoint Server (CVE-2026-32201), die bereits aktiv angegriffen wird. Angreifer können präparierte Anfragen an exponierte Systeme senden, um Informationen auszulesen oder Inhalte zu manipulieren – insbesondere in Umgebungen mit Internetzugang und Kollaborationsdiensten.
Wurmartige Schadcode-Attacken möglich
Eine kritische Lücke im IKE-Dienst (CVE-2026-33824) ermöglicht die unauthentifizierte Ausführung von Schadcode über präparierte UDP-Pakete. Eine weitere kritische Schwachstelle im TCP/IP-Stack (CVE-2026-33827) kann ebenfalls ohne Benutzerinteraktion ausgenutzt werden. Beide Lücken gelten als potenziell selbstverbreitend ("wormable").
Weitere betroffene Komponenten
Mehrere Schwachstellen in Microsoft Office erlauben Remote Code Execution bereits über die Vorschauansicht präparierter Dokumente. Auch in anderen zentralen Komponenten wie dem RDP-Client, Active Directory und dem Windows Admin Center finden sich kritische Lücken, die unter bestimmten Bedingungen Codeausführung oder weitreichende Rechteausweitungen ermöglichen. Ergänzend wurden Schwachstellen in Azure-Komponenten geschlossen, über die unter Umständen Root-Rechte oder der Zugriff auf sensible Daten möglich gewesen wären.
Handlungsempfehlung
Aufgrund der aktiven Angriffe auf SharePoint sowie der Schwachstellen mit Wurm-Potenzial empfehlen wir Ihnen, die bereitgestellten Sicherheitsupdates zeitnah zu installieren. Überprüfen und aktualisieren Sie dabei insbesondere internetexponierte Systeme, Server und netzwerknahe Dienste, um eine mögliche Ausbreitung innerhalb Ihres Netzwerks zu verhindern.