Sie sind hier: Unternehmen  -  Meldungen  -  Detail
22.05.2015

„Die Zukunft hat längst begonnen“

Probefahrten, fesselnde Vorträge, und reger Austausch am Thementag „Industrie 4.0 - die Welt verändert sich und wir sind mittendrin“

Rund 170 Besucher, vier hochkarätige Referenten, drei zukunftsweisende Elektroautos und lehrreiche Erkenntnisse – das ist die kurzgefasste Bilanz der LEITWERK-Veranstaltung „Industrie 4.0 – die Welt verändert sich und wir sind mittendrin“, die am 19. Mai in Appenweier stattfand. Auch der räumliche Rahmen passte zum Thema: In der Produktionshalle der OCTO IT AG herrschte die passende Atmosphäre mit industriellem Flair. 

Bevor der informative Part des Thementages begann, hatten die Besucher knapp zwei Stunden lang die Gelegenheit zu Probefahrten mit dem innovativen Tesla und den i3 und i8-Modellen von BMW. Anschließend rief Rico Siefermann, Vorstandsvorsitzender der LEITWERK AG, in seiner Begrüßung dazu auf, sich dem Thema Industrie 4.0 zu stellen und die digitale Reise anzutreten. Martin Foshag führte durch die Vorträge der Referenten, die „Industrie 4.0“ im Spannungsfeld von Big Data, Cloud Computing, Mobile und „Internet of Things“ aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten. 

Industrie 4.0 aus vier verschiedenen Perspektiven 

Prof. Dr. Stefan Stoll, Duale Hochschule Villingen-Schwenningen

Den Anfang machte Prof. Dr. Stefan Stoll von der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen mit einem unterhaltsamen und anschaulichen Vortrag. Neben schlagkräftigen Feststellung wie „software is eating the world“ stellte er heraus, dass sich die Entwicklungen im Silicon Valley auch in der Region auswirken und beobachtet werden sollten. Denn nur durch disruptive Innovationen und nicht allein durch stetige Weiterentwicklungen bestehender Produkte könnten Unternehmen und Märkte heute bestehen. 

Jürgen Thoma, Testo AG

Im Anschluss berichtete Jürgen Thoma, IT-Leiter der Testo AG, wie er die Einführung von Industrie 4.0 bei der Testo AG in der Praxis erlebt hat. Sein Tipp: „Sich früh Gedanken machen: Wer entwickelt die Software und wer betreibt sie? Die Leute, die sie betreiben, müssen in die Entwicklung integriert werden.“ 

Johann Hofmann, Maschinenfabrik Rheinhausen

„Die Zukunft hat längst begonnen“, postulierte Johann Hofmann von der in der Presse als „Deutschlands intelligenteste Fabrik“ gefeierten Maschinenfabrik Rheinhausen. Der Gewinner des ersten Industrie 4.0-Awards erwies sich nicht nur als praxiserprobter Experte, sondern auch als echtes Rhetoriktalent: Mit anschaulichen Beispielen und Allegorien sorgte er für Unterhaltung und teilte seine Erfahrungen. „Lean mit allen Methoden und Industrie 4.0 mit allen Methoden – das ist für mich die Smart Factory“ resümierte er. 

Manfred Bauer, Cisco Systems

Einen weiteren Blick auf das Thema Industrie 4.0 gewährte Manfred Bauer von Cisco Systems: „Was mit uns passiert, ist die totale Vernetzung. [...] Wir brauchen Standards, auf die wir gemeinsam aufsitzen können.“ Auch die Wichtigkeit von Sicherheitspolicies betonte er ausdrücklich. 

Abschließend hatten die Referenten unter der Moderation von WRO-Geschäftsführer Manfred Hammes die Gelegenheit ihr Fazit zu ziehen und waren sich unterm Strich einig, dass sie Deutschland die vierte industrielle Revolution zutrauen. „Ich möchte im Namen der gesamten LEITWERK-Gruppe allen Gästen und Beteiligten für diese außerordentlich gelungene Veranstaltung danken. Das rege Interesse und das durchweg positive Feeback freuen uns. Wir möchten nicht nur in die Zukunft blicken, sondern sie gemeinsam gestalten“, so Siefermann nach der Veranstaltung. 

  • Appenweier
  • Freiburg
  • Strasbourg
  • Karlsruhe
  • Achern
  • Mannheim